
Seit fast zwei Jahrzehnten kommen Jugendliche aus den verschiedensten Ländern Europas, aber auch aus den beiden amerikanischen Kontinenten, Afrika und Asien, die sich mit der politischen Realität nicht abfinden wollen auf dem internationalen antikapitalistischen Camp der IV. Internationale zusammen. Eine Woche lang tauschen sie Erfahrungen aus, entwickeln gemeinsam Perspektiven und Widerstandsstrategien, planen Aktionen und leben zusammen.
Da die Probleme der Menschen in den Ländern sehr oft ähnlich sind, aber sich durchaus unterschiedliche Arten des Widerstands und Protests entwickelt haben, sind die Diskussionen auf dem Camp oft sehr bereichernd. Besonders interessant sind z.B. die Erfahrungen, die die Jugendlichen in anderen Ländern gesammelt haben im Umgang mit Problemen, die bei uns gerade erst aktuell geworden sind. So kann gesehen werden, was woanders funktioniert hat und welche Fehler begangen wurden. Das Ganze gilt natürlich auch umgekehrt. Aus den Niederlagen und Erfolgen der verschiedenen sozialen Bewegungen in anderen Ländern zu lernen bedeutet auch, dass wir hier für die kommenden Kämpfe gegen die Abwälzung der Lasten der kapitalistischen Krise auf unsere Schultern besser gewappnet sein werden. Wobei ein besonderes Augenmerk auch auf die Vernetzung der Bewegungen gelegt wird. Denn letztlich kann dem weltweiten Angriff der Herrschenden nur mit einer gemeinsamen internationalen Widerstandsbewegung entgegnet werden.
Der Ort des Camps wechselt von Jahr zu Jahr. Während es letztes Jahr in Griechenland statt fand, gehörten auch schon Italien (wo wir dieses Jahr wieder sein werden), der Spanische Staat und Frankreich zu den Veranstaltungsorten.
Sommercamp 2010 – Peruigia (Italien)
Das diesjährige Camp wird organisiert von den GenossInnen von Sinistra Critica, vom 24. 7. -30. 7. in Perugia in Italien stattfinden. Wie immer wird es sehr viele Workshops, Diskussionen und Veranstaltungen zu verschiedenen Themenbereichen, wie Krise und Internationalismus, Ökologie und Antikapitalismus, Antisexismus und Antihomophobie bzw. LGBIT(Lesbian, Gay, Bisexual, Intersexual, Transgender)-Rights, Antifaschismus und Antirassismus und ähnlichen Dingen geben. Gerade weil dort AktivistInnen aus vielen verschiedenen Ländern zusammenkommen, wird es natürlich dabei nicht zuletzt darum gehen, wie sich diese Dinge in den verschiedenen Klassenkämpfen und sozialen Auseinandersetzungen weltweit widerspiegeln. Natürlich wird es auch wieder Workshops anderer Art geben, z.B. Selbstverteidigung, vegetarisches Kochen oder Methoden und Formen Zivilen Ungehorsams.
Selbstverständlich werden dort aber nicht nur Podiumsdiskussionen, Workshops und Dinge dieser Art stattfinden. Beim Camp soll es gerade darum gehen, einfach junge AktivistInnen und GenossInnen aus allen Teilen der Erde kennen zu lernen, sich mit ihnen auszutauschen und natürlich gemeinsam zu feiern. Deshalb wird es immer genug Raum geben, einfach relaxt gemeinsam in der Sonne zu sitzen und Fußball zu spielen oder Abends am Lagerfeuer Gitarre zu spielen.. Es wird auch eine Reihe von verschiedenen Parties mit DJs und Bands geben, die in den Abendstunden für gute Stimmung sorgen.
Infos:
Deutschsprachige Infoseite über das Camp
Programm des Camps
Internationale Campseite
http://ajkge.blogsport.de/
http://anticapitalista.blogsport.de/
http://revolucion.blogsport.de/
http://www.rote-hilfe.de
http://www.rsb4.de
http://www.rsb4.de/content/view/3995/85/
http://www.inprekorr.de/
http://www.internationalviewpoint.org/
http://www.jungewelt.de
http://www.rsb4.de/content/blogcategory/48/131/
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