02.02.2012 – Catal Hüyük – ein Jahrtausend ohne Herrschaft

16. Dezember 2011 – Diskussionsveranstaltung zur Lage in Afghanistan

Gemeinsamer Aufruf zum Internationalistischen Block am 3. Dezember in Bonn

Internationale Solidarität gegen imperialistische Kriege und Besatzung!

Am 5. Dezember lädt die Bundesregierung zur Afghanistankonferenz nach Bonn auf den Petersberg und in den alten Bundestag. Vor 10 Jahren wurde auf der Petersberger Konferenz der Regimewechsel von den reaktionären Taliban zum korrupten failed state unter Hamid Karzai in Afghanistan beschlossen, wenige Tage bevor die UN das ISAF-Mandat verabschiedete. Nun kommen die kriegsführenden Nationen erneut zusammen um über die Zukunft von Afghanistan, über Krieg und Besatzung zu beraten. Am 3. Dezember findet in Bonn gegen diese Konferenz eine Großdemonstration statt. Wir werden uns mit einem internationalistischen Block beteiligen und gemeinsam auf die Straße gehen.

Unser Protest richtet sich gegen die imperialistischen Kriege und Besatzung der NATO, unter der Führung der BRD, USA und weiterer EU Staaten in Afghanistan, im Irak, am Horn von Afrika, in Libyen und wo auch immer ihre Kriegsmaschinerie im Einsatz ist. Für uns ist klar: Es gibt keine „humanitäre Intervention“ der imperialistischen Mächte. Es geht ihnen nicht um den Schutz der Bevölkerung sondern um Sicherung ihrer Interessen, seien es Rohstoffe, Absatzmärkte, ungehinderter Warenverkehr, geostrategischer Einfluss, ordnungspolitische Interessen oder Migrationskontrolle.

Der Kapitalismus ist in der Krise und weltweit kommt es zu Revolten gegen Ausbeutung, Unterdrückung und Entrechtung. Die Revolten in der arabischen Welt haben die Hoffnung auf eine andere Welt erneut entflammt und Proteste und Revolten überall auf der Welt inspiriert. Es gilt unsere internationale Solidarität mit den fortschrittlichen Protestbewegungen weltweit zu zeigen. Tahrir-Plätze gibt es überall!

Es gilt nach wie vor: Der Hauptfeind steht im eigenen Land! Überall da, wo die Bundeswehr rekrutiert und für ihre weltweiten Einsätze die Werbetrommel rührt, muss sie mit unserem Widerstand rechnen. Es gibt kein ruhiges Hinterland für die deutsche Rüstungsindustrie und ihre blutigen Geschäfte. Markieren, blockieren und sabotieren all jener Orte, von denen Krieg ausgeht!

Krieg dem imperialistischen Krieg! – Hoch die internationale Solidarität!

[3A] * Revolutionäres Bündnis
Interventionistische Linke
Radikale Linke Bochum
Revolutionäre Antifa Jugend Duisburg
Zusammen Kämpfen Duisburg
RSB/IV. Internationale Rhein-Ruhr

3.12. | 11:30 Kaiserplatz | Internationalistischer Block auf der Demo gegen Petersberg II
Weitere Infos

2. Dezember – Veranstaltungstipp (Gelsenkirchen): Gemeinsam gegen Hitler – der Widerstand von SAP und linker Opposition im Ruhrgebiet

Vor 50 Jahren wurde die Sozialistische Arbeiter Partei (SAP) gegründet. Nachdem führende Vertreter des linken Flügels ausgeschlossen worden waren, hatte ein großer Teil der sozialdemokratischen Jugend die SPD verlassen. Die SAP organisierte bis zu 25 000 Mitglieder, zu denen auch die später bekannten Willy Brandt, Heinz Kühn, Otto Brenner und Jakob Moneta gehörten. Die SAP trat vor allem für die Einheitsfront der Arbeiterbewegung gegen den Nationalsozialismus ein, während diese von SPD, KPD und den Gewerkschaften ADGB verweigert wurde. Ihr Anliegen teilte die SAP mit der trotzkistischen Linken Opposition (LO), die versuchte, innerhalb der KPD einen linken Flügel aufzubauen. Aber nur in Ausnahmefällen wie in Dinslaken und Erkenschwick gelang es, SPD, KPD und Gewerkschaften zu gemeinsamen Aktionen gegen den Nationalsozialismus zu bewegen.

Unter der Nazi-Diktatur leisteten SAP und Linke Opposition im Ruhrgebiet eine bemerkenswerte Widerstandsarbeit, die von Duisburg bzw. von Gelsenkirchen aus organisiert wurde. Dabei kamen sich beide Organisationen näher, unterstützten sich gegenseitig beim Materialtransport und führten sogar Gespräche über eine Vereinigung. Die Zusammenarbeit wurde von der Gestapo beendet, die 1934/1935 SAP und LO im Ruhrgebiet weitgehend zerschlagen konnten.

Über den Widerstand von SAP und LO gegen die Nazis im Ruhrgebiet berichten:

Stefan Goch und Peter Berens

am 2. Dezember, 18 h, im Café Liberté, dem antifaschistischen Jugendcafe der Falken, im Hinterhof des DGB Haus der Jugend Gabelsbergerstr. 12

Hurra, die Schweizer sind da!

Hier der Flyer, der von der RSB Ortsgruppe Duisburg/Oberhausen bei einer Art Bürgerversammlung in Duisburg zum Thema Einwanderung von Roma u.a. in DU-Hochfeld verteilt wurde.